Die wird dir überall hin folgen...

  • Diese Worte wurden zu meinem Herrn vor vielen Jahren von einer Frau gesprochen, die – genau wie ich – seinerzeit mit einem Lederhalsband als Sklavin gekennzeichnet war. Beide gehörten wir meinem Herrn, doch diese Frau wollte nicht so sein oder so werden, wie ich. Es war negativ gemeint, als sie zum Herrn sagte, "adira hat einen Tunnelblick, sie wird dir (naiv und blind) sowieso überall hin folgen!"

    Seltsam. Sollte eine Sklavin das denn nicht tun?

    Vielleicht ist das ja tatsächlich dumm, wenn man einfach naiv seinem Herrn folgt und keine Einwände hat, indem was der Herr tut oder wohin er geht. Schliesslich will ein Herr doch keine dumme Sklavin, sondern eine, die mit Bedacht durchs Leben geht und mit einem Verantwortungsbewusstsein.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich dem Satz in der Überschrift leider nicht immer gerecht geworden bin. Gar nicht so selten, habe ich mir den Kopf zerbrochen, wohin unser Weg nun gehen soll und viel zu oft, wollte ich meinen Willen durchsetzen. Wo war denn da die naive dumme Sklavin, die mit naivem Gehorsam einfach brav dem Herrn folgt, wohin auch immer er geht?

    Nein, wahrlich war ich nicht so folgsam, wie mein Herr es von mir wünschte. Und darauf bin ich keineswegs stolz. Immerhin kann ich trotz allem und zu meiner Beruhigung sagen, dass ich im Grossen und Ganzen und Letztlich sehr wohl dahin gegangen bin, wohin mein Herr mich haben wollte, doch eben erst letztlich und oft erst nach so manchem Umweg.

    Menschlich ist das verständlich und das hier soll auch kein unrealistischer Appell an alle Sklavinnen werden, sich unbedingt in seelenlose Maschinen zu verwandeln, doch ich möchte ganz bewusst betonen, dass es keine schlechte Eigenschaft einer Sklavin ist, ihrem Herrn bedingungslos zu folgen und zu gehorchen.

    Ich finde sogar, es sollte das sein, was eine Sklavin unbedingt will: gehorsam sein und sein zu können. Das können ist gar nicht so einfach. Viel zu oft müssen auch Sklavinnen gegen ihren Dickschädel kämpfen. Doch zunächst einmal sollte eine Sklavin gehorsam sein WOLLEN, dann folgt auch das können.

    Die Aussage "Ich kann das nicht" heisst oft "ich will das nicht". So wollte seinerzeit dieses Mädchen auch nicht so gehorsam werden, wie ich es zu sein schien. Sie wollte ihren eigenen Willen behalten und – das ist der entscheidende Punkt – die Kontrolle über ihr Leben behalten. Kontrolle ist, was wir Menschen unbedingt behalten wollen. Kontrolle abgeben oder gar ganz aufgeben, widerstrebt den meisten Menschen und wer so etwas ernsthaft will, gilt bestenfalls als verrückt.

    Der Unterschied zwischen einer Sklavin und einer freien Frau ist, dass die Sklavin Kontrolle aufgibt, um dann ganz im Dienst in Ketten zu erblühen. Die freie Frau möchte sich die Kontrolle erhalten. Maximal wird also Kontrolle für einen überschaubaren Zeitraum aufgegeben und idealerweise mit der Möglichkeit, jederzeit wieder Kontrolle zurückerlangen zu können.

    Das kann das Einverständnis sein, sich für einen Moment lang fesseln zu lassen bishin zu einer einvernehmlichen 24/7 Partnerschaft zwischen "Herr und Sklavin". Selbst das ist noch kontrollierbar und macht die freie Frau nicht zur Sklavin.

    Was macht sie denn dann zur Sklavin?

    Sie sagt ja zur vollkommenen Aufgabe der Kontrolle. Sie sagt ja zur bedingungslosen Hingabe und zu ihrer wirklichen Versklavung. Das ist ein tiefes innerliches Bedürfnis, welches sich in einem sehnlichen Wunsch äußert und in einer ernst gemeinten, ehrlichen und vollkommenen Unterwerfung einem Schwur gleicht, mit welchem sie fortan als Sklavin leben will und wird.

    Jede freie Frau muss darüber den Kopf schütteln, denn in gewisser Weise verrät eine Sklavin ihre freien Schwestern, indem sie die erkämpfte Freiheit mit Füssen tritt und gewiss auch dieser Freiheit nicht mehr länger wert ist. Die Sklavin hat innerlich völligen Frieden darin, nicht mehr ihren eigenen Weg zu gehen, sondern sich dem Willen eines Herrn zu unterwerfen, seine Führung anzunehmen und seinen Willen zu ihrem eigenen zu machen.

    "Dumme Sklavin" ist für die Sklavin keine Beleidigung, sondern lässt sie sanft lächeln und mit einem freundlichen "Ja, Herrin" reagieren.

    Ich stehe dazu, ja ich bin Sklavin und es ist mir ein Vergnügen, dem Willen des Herrn zu folgen. Es ist eine Freude die Peitsche zu spüren, wenn ich mein Ego nicht im Griff hatte und meinen Kopf durchsetzen wollte. Noch besser allerdings, wenn die Peitsche oder gar eine Ermahnung gar nicht nötig wird.

    Ich wünsche mir und allen anderen Sklavinnen, darin stark zu werden, dem Herrn zu immer gehorchen, ihm stets ohne nachzudenken zu folgen und ganz und gar seine Sklavin zu sein.

    adira
    Kajira of Alduras

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