Authentisch sein / Being authentic

  • (english translation below)

    Tal werte Herren und Herrinnen,
    liebe Versklavte,

    heute haben wir Grünabfälle aus dem Garten weggefahren. Es ist richtig viel zusammengekommen. Kein Wunder, hat die Sklavin ja sämtliche Sträucher entfernt, die an der Grundstücksgrenze zur Strasse standen. Diese Sträucher gaben allerdings auch wunderbaren Sichtschutz vor neugierigen Blicken. Und wie die meisten wissen, rennt die Sklavin nicht gerade selten nackisch herum ;-)

    Wer mich kennt, der weiss, dass mich das relativ wenig stört, ob mich jemand nackt sieht oder nicht. Das einzige, was ich nicht so gern mag, wenn sich wegen mir jemand unwohl fühlt. Also ich schäme mich zwar nicht, mag aber meine Nacktheit auch niemanden aufdrängen. Aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Das ist nur ein Aufhänger für mein heutiges Thema: Authentizität.

    Um das vorweg klarzustellen: authentisch sein bedeutet fur mich nicht, jedem der nicht bei drei auf dem Baum ist zu zeigen oder zu erzählen, was ich bin. Das interessiert wahrscheinlich 98% der Leute kein bisschen, also warum sollte man sie dann damit belästigen?

    Allerdings erwartet man generell von einer Sklavin durchaus, dass sie sich zu jeder Zeit ganz bewusst ist, dass sie Sklavin ist und sich entsprechend verhält. Aber ist das authentisch?

    Zunächst: was heisst, sich angemessen verhalten?

    Diese Frage habe ich mir schon recht früh seit meiner Versklavung gestellt. Soll ich all den freien Menschen nun dienen? Das wäre doch komisch, besonders wenn die doch gar nichts davon wissen, dass ich nun Sklavin bin. Ausserdem... vielleicht will das ja gar nicht jeder, dass ich ihn bediene?

    Das ist auch nicht gemeint. Letztlich gibt es eine ganz klare und eindeutige Regel: Gehorsam gegenüber dem Eigentümer. Jetzt ist der eigene Herr aber vielleicht nicht immer und überall dabei und auch kann man nicht jede noch erdenklich mögliche Situation gedanklich durchspielen und die richtigen, zugehörigen Verhaltensweisen auswendig lernen. Aber in jeder Sklavin steckt auch ein gewisses Gespür für das, was ihr Herr will. Vielleicht noch nicht so gut ausgeprägt am Anfang einer Beziehung, aber mit der Zeit, weiss eine Sklavin ja, was ihr Herr in etwa von ihr erwartet.

    Mein Herr möchte zum Beispiel, dass ich freundlich und zuvorkommend bin. Oder anders gesagt, es gefällt meinem Herrn gar nicht, wenn seine Sklavin unhöflich ist oder sich irgendwo vordrängelt und so weiter. 

    Nun erlebe ich in meinem Alltag leider immer wieder Situationen, wo ich mich über andere Leute aufrege. Sei es unterwegs im Strassenverkehr oder an einer Schlage im Supermarkt oder in der Stadt, wenn Leute irgendwo hinspucken oder ihre Zigarettenkippen einfach in der Gegend herum schmeissen. Dann frage ich mich, hey... wo ist gerade die Sklavin? Huch... erwischt!

    Aber ist das nicht auch authentisch? Gehört das nicht irgendwie dazu?

    Authentisch sein hat ja mit Sklavin sein erst mal nichts zu tun. Vielmehr heisst es, so zu sein, wie man eben ist. Negativ ausgedrückt heisst es, sich nicht verstellen oder verbiegen. Wenn ich als Herrin herum laufen würde, wäre das nicht authentisch. Das bin ich nämlich nicht.

    Zurück zu der Erwartungshaltung gegenüber einer Sklavin: auch im Alltag mit dem Bewusstsein zu handeln, eine Sklavin zu sein. Vorausgesetzt jemand ist tatsächlich vom Wesen, sozusagen mit Leib und Seele, Sklavin, dann gibt es da innen immer so ein Stimmchen, welches ruft und sagt, was eine Sklavin jetzt tun würde oder tun sollte. Es gibt halt auch immer so eine andere Stimme, die alles besser weiss, das Ego, welches nicht selten das Stimmchen der Sklavin übertönt. Auch das Ego ist authentisch. Doch es macht nicht glücklich, das Ego zu befriedigen.

    Wenn mir gelingt, auf mein Sklavenstimmchen zu hören, bin ich mega glücklich. Wenn zum Beispiel Leuten irgendwelche Sachen auf den Boden fallen, und ich sie dann aufhebe. Oder wenn jemand in einen Aufzug einsteigen möchte, und ich dann warte, bis derjenige drin ist und wenn es sein muss, weil der Aufzug dann voll ist, ich die Treppe nehme (oder auf den nächsten Aufzug warte). Mit solchen und ähnlichen kleinen Gesten, kann die Sklavin auch anderen Menschen dienen, ohne dass sie ihr Sklavendasein jemanden auf die Nase binden muss.

    Das wichtigste aber ist, dass man dient, weil es innerlich glücklich macht. Dass man Sklavin ist, weil es das innere Wesen ist und weil ein Herr die Sklavin als sein Mädchen angenommen hat. Nicht authentisch hingegen ist jedes Dienen, welches man nur tut, um dafür Anerkennung zu bekommen oder weil man bewundert werden will. Auch jedes aufgesetzte Lächeln, jede Pflichterfüllung, die nicht von innerer freudiger Überzeugung kommt, jeder Fußkuss, welches kein Glücksgefühl auslöst ist letztlich nicht authentisch und... sollte besser gar nicht erst erfolgen.

    Kein wirklicher Trost für eine Sklavin, dass sie lieber mal ungehorsam ist oder unfreundlich, statt ohne innere Erfüllung zu dienen, doch das ist zumindest ehrlich. Und damit kann man letztlich besser umgehen, als mit vorgespielter Hingabe.

    adira
    kajira of Alduras

     ----

    English translation (using deepL, I think it did translate pretty good!)

    Tal Masters and Mistresses,
    dear enslaved,

    today we've been driving green waste out of the garden. It's come together a lot. No wonder, then, that the slave has removed all the bushes that stood at the border of the property to the street. However, these bushes also provided wonderful privacy from prying eyes. And as most of us know, the slave often runs around naked; -)

    Anyone who knows me knows that it doesn't bother me very much if someone sees me naked or not. It's the only thing I don't like when I make someone uncomfortable. Well, I'm not ashamed of myself, but I don't want to impose my nudity on anyone. But that's not what I care about right now. That's just a hanger to my current theme: authenticity.

    To be authentic doesn't mean for me to show or tell anyone who isn't on the tree at three what I am. That probably doesn't interest 98% of the people at all, so why bother them?

    However, it is generally expected of a slave that she is fully aware at all times that she is a slave and behaves accordingly. But is that authentic?

    First of all, what does it mean to behave appropriately?

    I asked myself this question quite early on since my enslavement. Shall I serve all the free people now? That would be weird, especially if they don't know that I'm a slave now. Besides.... maybe everyone doesn't want me to serve him?

    That's not what I meant. Ultimately, there is a very clear and unambiguous rule: obedience to the owner. But now your own master may not always be with you everywhere, and you can't think through every conceivable situation in your mind and learn the correct, associated behaviours by heart. But in every slave there is also a certain sense of what her master wants. Perhaps not so well developed at the beginning of a relationship, but over time, a slave knows what her master expects from her.

    For example, my master wants me to be friendly and courteous. Or to put it another way, my master doesn't like it at all when his slave is rude or jostling somewhere in front of him and so on.

    Now, unfortunately, I experience situations in my everyday life where I get upset about other people. Whether it's on the road, in a supermarket or in the city, when people spit up somewhere or just throw their cigarette butts around in the area. Then I wonder, hey... where's the slave girl? Oops... got caught!

    But isn't that also authentic? Isn't that kind of part of it?

    Being authentic has nothing to do with being a slave. Rather, it means being the way you are. To put it in negative terms, it means not pretending or bending. If I walked around as a mistress, it wouldn't be authentic. Because I'm not.

    Back to the expectation of a slave: also in everyday life to act with the consciousness of being a slave. Assuming someone is indeed of the essence, body and soul, slave, so to speak, then there is always such a voice in there which calls and says what a slave would or should do now. There is always another voice that knows everything better, the ego, which often drowns out the voice of the slave. The ego is also authentic. But it doesn't make you happy to satisfy the ego.

    If I succeed in listening to my slave voice, I am incredibly happy. For example, if people fall some stuff on the floor and I pick it up. Or if someone wants to get into an elevator and I wait until they are inside and if it has to be, because the elevator is full, I take the stairs (or wait for the next elevator). With such and similar small gestures, the slave can also serve other people without having to bind their slave existence to someone's nose.

    But the most important thing is to serve because it makes you happy inside. That one is a slave, because it is the inner being and because a master has accepted the slave as his girl. Not authentic, on the other hand, is any service that you do only to gain recognition or to be admired. Also every smile put on, every fulfilment of duty, which does not come from inner joyful conviction, every foot kiss which does not trigger a feeling of happiness is ultimately not authentic and... it's better not to happen in the first place.

    No real consolation for a slave that she would rather be disobedient or unfriendly, instead of without inner fulfillment.

    Translated with www.DeepL.com/Translator

1 comment
  • Adira of Alduras
    Adira of Alduras Thank you, Master, for your comment. My example does only say, how I can serve people, even when they do not know, what I am. I didn't want to say, everyone who do so, is submissive. There may be other reasons for such actions.
    March 13, 2018